Ankündigung: Vortrag "Das Wanderverhalten der Deutschen in Zeiten der Corona-Pandemie"

Am 06. Mai 2021 werden Christian Eilzer und Dr. Tim Harms (beide DITF der FH Westküste) im Rahmen des virtuellen Vortrags Einblicke aus der Wandercommunity unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie geben.

Der Tourismus ist weltweit einer der am stärksten durch die Corona-Pandemie betroffenen Branchen. Trotz der Unsicherheiten und Einschränkungen, die mit der Corona-Pandemie verbunden sind, ist die Urlaubslust der Deutschen weiterhin hoch: Im Mai 2020 verspürten knapp die Hälfte der Deutschen Urlaubslust für das Jahr 2020, dies entsprach im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um nur neun Prozentpunkte. Im September näherte sich die Urlaubslust (53%) sogar wieder dem Vorkrisenniveau des Novembers 2019 an (57%), im November 2020 lag der Wert mit 51% nur geringfügig unter dem Septemberwert. Als Folge der Pandemie kam es, sofern das Reisen möglich war, zu einer Hinwendung zu Inlandsreisezielen und Tagesreisen im näheren Wohnumkreis.

Im Zuge der Corona-Pandemie ist eine steigende Nachfrage nach Aktivitäten in der Natur zu verzeichnen. Im Zeitraum von März bis Mai 2020 konnte z. B. bei Tagesreisen ein Anstieg bei Aktivitäten wie Wandern/Radfahren, Besuche von Naturattraktionen sowie Erholungs-/Spazierfahrten verzeichnet werden. Besonders das Wandern konnte dabei von einer steigenden Nachfrage profitieren.

In Zeiten derartiger (zum Teil erzwungener) Veränderungen der Reiseströme und der Aktivitäten, die in Urlaub und Freizeit durchgeführt werden, ist es aus mehreren Gründen von Bedeutung, Erkenntisse über die Nachfrage zu erhalten. Zum einen stellt sich die Frage, ob Veränderungen etwa bei Motiven oder Anforderungen gegenüber der Vorkrisenzeit eingetreten sind, auf die Destinationen und Anbieter reagieren sollten. Zum anderen – bezogen auf das Wandern –  ist relevant zu wissen, ob sich „neue“ Wanderer auf Wanderwege und in Wanderregionen in Deutschland begeben haben, die außerhalb der Pandemie gar nicht oder nicht im eigenen Land gewandert wären. Sofern im Zuge der Pandemie neue Zielgruppen erschlossen werden konnten, ist es von Interesse, ob diese Zielgruppen andere Anforderungen als bisherige Wanderer haben und ob diese wiederholt für das Wandern im eigenen Land gewonnen werden können.

Im Rahmen des Beitrags sollen die Ergebnisse zweier deutschlandweit repräsentativer Studien zu bestimmten Aspekten des deutschen Wandermarktes vorgestellt werden. Nach einer ersten Befragung im Jahr 2019 durch das Institut für Management und Tourismus (IMT) hat das Deutsche Institut für Tourismusforschung (DITF, entstanden aus dem IMT) im Oktober 2020 zum zweiten Mal die deutschsprachige, in Privathaushalten lebenden Internetnutzer im Alter von 16 bis 75 Jahren repräsentativ untersucht. Die Durchführung der Befragung erfolgte durch das Marktforschungsinstitut Ipsos. Untersucht wurden im Jahr 2020 dabei u. a. folgende Aspekte:

  • Wanderintensität
  • Motive für das Wandern
  • Bevorzugte Wanderterrains
  • Wichtigkeit verschiedener Infrastrukturelemente
  • Nutzen von Orientierungshilfen

Neben der Wiederholung eines Großteils der Fragen aus dem Jahr 2019 mit der Zielsetzung, Zeitvergleiche zu erhalten, wurde im Jahr 2020 ein Sonderteil ergänzt, um den Einfluss der COVID-19 Pandemie auf die Nachfrage im Wandertourismus zu untersuchen. Analog zu anderen Studien deuten auch diese Ergebnisse darauf hin, dass Verschiebungen im Freizeitverhalten, auch zugunsten des Wandertourismus in Deutschland, zu konstatieren sind.

Der u.a. aus diesen Daten generierte Vortrag findet im Rahmen des Symposiums "10 Jahre Wanderforschung an der Ostfalia - Wandern zwischen Outdoorboom und Klimawandel":

  • virtuell
  • am 06. Mai 2021
  • von 10.30 – 10.45 Uhr

statt.

Anmeldungen zur Veranstaltung der Arbeitsgruppe Wanderforschung an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften können bis zum 5. Mai 2021 unter www.wandermonitor.de erfolgen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Programm der Veranstaltung kann hier eingesehen werden.

Weitere Informationen und Ansprechpartner zum korrespondierenden Projekt im DITF finden Sie auf den entsprechenden Projektseiten.

 

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