Online-Destinationserlebnisse vor der Reise auf DMO Websites

Das auftragsunabhängige Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Wahrnehmung von Reisezielen auf DMO Websites in der Inspirations- und Informationsphase.

DMOs setzen häufig erlebnisorientiertes Marketing ein, um Gäste anzuwerben. Über die Erlebniswirkung von DMO Websites aus Kundenperspektive ist allerdings noch wenig bekannt. Im Rahmen mehrerer aufeinander aufbauender Teilstudien wird untersucht, wie Nutzer von DMO Websites Reiseziele vor der Reise erleben, wie dieses Erleben gemessen werden kann und wie besonders erlebnisreiche Websites gestaltet sein sollten.

Projektbeschreibung

Von Destinationsmarketingorganisationen bereitgestellte Reisezielwebsites (DMO Websites) bilden eine zentrale Informationsquelle für Touristen in der Inspirations- und Informationsphase vor der Reise. Dabei werden teilweise Instrumente des erlebnisorientierten Marketings (z. B. emotionale Bilder oder Videos) eingesetzt, um die Reiseentscheidungen der Touristen positiv zu beeinflussen. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurde in einer ersten Studie untersucht, wie Nutzer von DMO Websites in der Phase vor der Reise unbekannte touristische Reiseziele erleben. Dazu wurde von Oktober 2019 bis Februar 2020 eine qualitative Multimethodenstudie mit Eye-Tracking, retrospektiven Think-Aloud-Protokollen, halbstrukturierten Interviews und Videobeobachtungen mit 15 deutschen Millennials durchgeführt. Die Daten wurden in einer strukturierenden Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Studie liefert neue Einsichten in die verschiedenen Dimensionen von ODEs und wird im Journal of Qualitative Research in Tourism veröffentlicht (Artikel accepted).  Darauf aufbauend wird im Herbst / Winter 2020 eine quantitative Studie durchgeführt, um ein valides Messinstrument zur Erfassung des ODE-Wertes von Reisezielwebsites zu entwickeln. Zudem soll im Jahr 2021 in einem experimentellen Ansatz untersucht werden, welchen Einfluss Elemente der Websitegestaltung auf den ODE-Wert haben. Die Erkenntnisse werden im Studiengang ITM (Schwerpunkt Digitalisierung) genutzt. Zudem sind sie Bestandteil eines Promotionsvorhabens an der Leuphana Universität Lüneburg (Erstbetreuung: Professor Dr. Martin Lohmann, Zweitbetreuung: Professor Dr. Bernd Eisenstein).

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